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Stella Flatten promoviert im Bereich „Menschen, digitale Intelligenz & Wiederverwertung – gemeinsam Stadtleben gestalten“ zum Thema „Graben“. Dabei untersucht sie das Graben als Methode und den damit verbundenen methodischen Mehrwert dieser alltäglichen Praxis für die Architektur und Raumwissenschaften. Hierbei sind die Themen von Boden als Archiv, Klimawandel und die Frage, was wir durch unsere eigenen Rituale und Handlungen vergraben und ebenso wieder zutage fördern innerhalb der Gesellschaft von besonderer Wichtigkeit. Stella Flatten hat Geografie, Soziologie und Raumpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und der Humboldt Universität Berlin studiert. Daran anschließend ging sie im Rahmen eines Marie Curie Stipendiums an die Universität von Amsterdam an das Institut für Metropolenforschung und später im PhD-Programm an die Bartlett School of Architecture des University College in London. Sie hat im Foresight and Innovation Team bei Arup London gearbeitet, am Leibniz Institut für Länderkunde in Leipzig und am Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner und ist dazu seit vielen Jahren freiberuflich tätig. Darüber hinaus ist Stella Flatten seit 2017 im Netzwerk „Sichtbarmachung von Zwangsarbeit“ des Dokumentationsnetzwerk NS-Zwangsarbeit, ist Mitglied des Aktiven Museums. Faschismus und Widerstand in Berlin, hält regelmäßig Führungen für die Topographie des Terrors in Berlin und realisiert Projekte und Ausstellungen.

Ihre Forschung und künstlerische Praxis beschäftigt sich mit politischen und sozialräumlichen Fragestellungen in Städten und der damit verbundenen Aneignung von Raum und Boden. Der öffentliche Raum und dessen nachbarschaftliche, partizipative Nutzung und Fragen der Lesbarkeit von Geschichte in der gebauten Umwelt sind zentrale Handlungsfelder ihrer Arbeit (u.a. Erinnerungskultur, Denkmäler, historische Rekonstruktionen, Aufarbeitung NS-Unrecht, Zwangsarbeit, Exil, Mensch/Stadt Beziehungen, Methodenforschung). Seit 2019 ist sie Mitglied des Chor des Statistik am Haus der Statistik in Berlin mit der bedingungslosen Chorleiterin Bernadette la Hengst. Zusammen mit dem Raumlabor Berlin entstanden so Musikfestivals und bereits die zweite Auflage des Songbooks „Bedingungslos Singen!“ mit den gemeinschaftlich verfassten Liedern des Chors.