
Qualifikationsreise nach Bochum und Essen: Stella Flatten bei Before Ruins 2026
Im März 2026 nahm Stella Flatten, Doktorandin am Leibniz-WissenschaftsCampus Postdigitale Partizipation am Georg-Eckert-Institut, an der Konferenz Before Ruins in Bochum und Essen teil. Die Jahrestagung der stsing e.V. widmete sich den materiellen, ökologischen und sozialen Nachwirkungen industrieller Transformationen.
Ein zentraler Bestandteil ihrer Reise war die Mitwirkung an der Case Study Toxic Heritage Ruhr, die sich mit den ökologischen und diskursiven Hinterlassenschaften des Bergbaus im Ruhrgebiet auseinandersetzte. Im Rahmen von Workshops, Feldbegehungen und Diskussionen auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen standen kontaminierte Böden, industrielle Hinterlassenschaften und postindustrielle Transformationsprozesse im Fokus.
Darüber hinaus brachte Stella Flatten ihre eigene künstlerisch-wissenschaftliche Forschung im Workshop Elemental Archives: Soils, Archives and the Lived Experience of Toxic Environments ein. Dabei diskutierte sie ihre Arbeit zu Boden, Materialität und Graben als partizipative sowie künstlerische Praxis im interdisziplinären Austausch.
Die Konferenz bot wertvolle Impulse für ihr Promotionsvorhaben, insbesondere im Hinblick auf Fragen nach Boden als Archiv, räumlicher Praxis sowie Umwelt- und Erinnerungspolitiken. Zugleich stärkte die Reise die internationale Vernetzung und eröffnete neue Perspektiven an der Schnittstelle von Kunst, Architektur, Umweltgeschichte und postdigitaler Forschung.
