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Menschen, digitale Intelligenz & Wiederverwertung – gemeinsam Stadtleben gestalten

Foto von Simon Fischer

Unter dem Projekttitel „Menschen, digitale Intelligenz & Wiederverwertung – gemeinsam Stadtleben gestalten“ verbirgt sich ein interdisziplinär zusammengesetztes Team aus drei Fachrichtungen der TU Braunschweig: Architektur, Informatik und Wirtschaftsinformatik. Ziel des Projekts ist es eine niedrigschwellige Partizipation am Stadtleben aus der Bürgerschaft zu unterstützen. Mit diesem „bottom-up“-Ansatz sollen Menschen befähigt werden, selbst eigene Ideen in der Stadt umzusetzen. Was seit über vier Jahren an der TU Braunschweig als „Sandkasten“ bereits gelebt wird, soll damit nun über die Universitätsgrenzen hinaus in die Stadt wachsen. An der Uni entstanden im Rahmen des „Sandkastens“ beispielsweise ein nachhaltiges Musik-Festival und eine Campusmöblierung aus Euro-Paletten. Welche Projekte werden wohl in der Stadt entstehen?

Die Projektgruppe um die Professoren Susanne Robra-Bissantz, Folke Köbberling und Wolf-Tilo Balke möchte diese Frage nicht nur theoretisch beantworten, sondern den gesamten Weg bis zur Projektumsetzung für und mit den Bürger gestalten. Hierbei werden drei Bereiche in jeweiligen Teilprojekten behandelt. Die Digitalisierung hat die Durchdringung des öffentlichen Diskurses mit unterschiedlichsten Narrativen in großem Maßstab verstärkt. Ein starkes Narrativ fördert die Identifikation der Bürgerschaft mit einem spezifischen Ziel oder Projekt. Das MatchIT Teilprojekt nutzt und entwickelt neue Methoden der Informatik, um starke Narrative im öffentlichen Diskurs zu finden und Möglichkeiten aufzuzeigen, neue Narrative mit Hilfe der Methoden der anderen Teilprojekte zu setzen, um Teile des Diskurses zu moderieren.

Die Erforschung und Wiederverwendung von Materialien im urbanen Raum ist das konkrete Anliegen des Teilprojekts R4. Im Rahmen des Projekts und in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels werden neue Einsatzmöglichkeiten von bislang verworfenen Ressourcen im städtischen Umfeld erforscht und prototypisch aufgezeigt. Zusätzlich findet eine Sensibilisierung und aktive Einbindung der Bürgerschaft in diesen Prozess statt.

Kollaborative Prozesse für die partizipative Mitgestaltung des städtischen Zusammenlebens können durch Partizipationsplattformen wie den o.g. Sandkasten moderiert und unterstützt werden. Das dritte Teilprojekt ist in der Wirtschaftsinformatik angesiedelt und fokussiert sich auf den Einsatz und die Beschaffenheit einer solchen Plattform hinsichtlich ihrer Erfolgsfaktoren und Einsatzmöglichkeiten.